Über uns

Rund siebzig Musikerinnen und Musiker aus über zwanzig Ländern der Welt spielen im Sinfonieorchester St.Gallen, dem professionellen Orchester der Ostschweiz. Mit seinem anspruchsvollen und abwechslungsreichen Konzertprogramm ist das Sinfonieorchester St.Gallen Residenzorchester des schönsten Konzertsaales der Bodenseeregion, der 1909 im Jugendstil errichteten Tonhalle St.Gallen. Für das Theater St.Gallen und die St.Galler Festspiele gestaltet das Orchester die überwiegende Mehrzahl aller Vorstellungen im Musiktheater.
In der Spielzeit 2017/2018 feiern wir den 50. Geburtstag unseres neuen Theatergebäudes im Stadtpark mit dem herausragenden Sonderprogramm «Beethoven Spezial».

Konzertreihen

  • Orchesterkonzerte
    Mit den Programmen seiner Tonhallekonzerte nimmt das Orchester in stets facettenreicher Dramaturgie seinen Kulturauftrag wahr, für sein Publikum engagiert und leidenschaftlich das grosse Orchesterrepertoire vom späten 18. Jahrhundert bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen in immer neuen Sichtweisen aufzuführen, zur Diskussion zu stellen, neu zu entdecken.
    Orchesterkonzert-Kalender
  • Kammermusik
    Die Kammermusik ist ein selbstverständlicher und unentbehrlicher Bestandteil der Orchesteraktivitäten, einmal im Engagement der Musikerinnen und Musiker mit der eigenen Konzertreihe «Sonntags um 5» und «Late Night Music», zum anderen im vom Orchester veranstalteten Meisterzyklus mit international renommierten Stars der Kammermusikszene.
    Kammermusik-Kalender
  • jugend@tonhalle
    Unter das Motto «jugend@tonhalle» hat das Orchester ein weiteres Aufgabengebiet gestellt: Jugendarbeit und Musikvermittlung zur Förderung von MusikerInnen und Publikum der Zukunft.
    jugend@tonhalle-Kalender

Geschichte des Sinfonieorchesters

Bereits in den 1850er Jahren hatte eine musikbegeisterte St.Galler Bürgerschaft eine Tradition von Abonnementkonzerten ins Leben gerufen, in deren Verlauf u.a. Franz Liszt und Richard Wagner ihr erstes gemeinsames Konzert als Dirigenten gaben. Begründet wurde das Sinfonieorchester St.Gallen 1877 durch den Konzertverein St.Gallen, der heute noch unter dem neuen Namen «Freundeskreis Sinfonieorchester St.Gallen» als wichtiger Partner dem Orchester zur Seite steht. Anfang des 20. Jahrhunderts waren Geschichte und künstlerische Geschicke des Orchesters eng mit dem bedeutenden Schweizer Komponisten und Dirigenten Othmar Schoeck verbunden, der das Orchester von 1917 bis 1944 leitete und eine neue Klangkultur sowie innovative Programmgestaltung ins Leben rief. Nach ihm waren es Künstlerpersönlichkeiten wie Carl Schuricht, Paul Kletzky und André Cluytens, die dem Orchester entscheidende Impulse verliehen. Nach Dirigenten wie Kurt Brass, Samuel Friedman und John Neschling lag die künstlerische Leitung von 1996 bis 2008 in Händen des tschechischen Dirigenten Jiři Kout, anschliessend für vier Jahre in denen des Amerikaners David Stern. Seit der Saison 2012/2013 ist der niederländische Dirigent Otto Tausk Chefdirigent des Sinfonieorchesters St.Gallen.

Ein Mitglied von orchester.ch

Tonhalle

Auf dem Brühl, an der bedeutsamen Schnittstelle zwischen Altstadt und Museumsquartier, entstand von 1906 bis 1909 die Tonhalle St.Gallen. Der bis heute und höchstwahrscheinlich auch in Zukunft als schönster Konzertsaal der Bodenseeregion gerühmte Bau entstand im Jugendstil mit stilistischen Attributen des Barock, ausgeführt in architektonisch revolutionärer Weise mit einem Eisenbetonskelett des bedeutenden Statikers Robert Maillart als Traggerüst.

Schon bald zog die Tonhalle berühmte Gastorchester an, Arthur Nikisch gastierte mit dem Gewandhausorchester Leipzig, Richard Strauss mit der Münchner Hofkapelle, Felix Weingartner mit den Wiener Philharmonikern und Arturo Toscanini mit seinem Scala-Orchester. Doch hauptsächlich wurde er zur neuen Residenz des heutigen Sinfonieorchesters St.Gallen, seine akustischen und räumlichen Gegebenheiten eröffneten dem ab 1917 amtierenden Chefdirigenten Othmar Schoeck ganz neue Möglichkeiten der Programmgestaltung, Werke von Bruckner, Mahler und Richard Strauss fanden sich seither regelmässig auf den Programmen. Episoden wie die Umfunktionierung zum Not-Lazarett während des 1. Weltkrieges, generelles Heizverbot für Konzertsäle während beider Kriege oder feucht-fröhlicher Schankbetrieb zur OLMA während der Jahre 1941 bis 1993 konnten die Bedeutung der Tonhalle als Konzertsaal zu keiner Zeit schmälern. Anfang der 1990er Jahre fand der bedeutende Umbau statt mit der Vergrösserung der Bühne, der Neugestaltung von Dirigenten- und Künstlergarderoben sowie dem Anbau des Restaurant «Concerto». Im Sommer 2010 folgte ein weiterer konsequenter Schritt, die Optimierung der Saalakustik durch eine Neugestaltung der Bühne und das Einbringen eines ästhetischen Diffraktorgebildes («Klangwolke») aus mit Blattgold belegten Holztafeln in den Kuppelbereich. Für das Sinfonieorchester St.Gallen ist die Tonhalle Residenz, für die Stadt St.Gallen kultureller und gesellschaftlicher Brennpunkt, Ort für klassische Konzerte, Kleinkunst, Cabaret und Jazz, für Feierlichkeiten, Bankette und Begegnung – ein Ort und Saal der Identität wie Identifikation.

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Veranstaltungskalender Tonhalle Dezember 2017 - März 2018